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Technik: Schweissen mit dem Fülldrahtschweissgerät

Achtung: Inzwischen löte ich nicht mehr. Man bekommt kaum noch dünnwandige Rohre. Daher baue ich überwiegend mit Vierkantrohren, und die lassen sich besser schweissen.

Schweissen mit dem Fülldrahtschweissgerät

Fülldrahtschweissgerät
Für mich irgendwann neu war die Entdeckung, dass es ein sehr günstiges Schweissverfahren gibt, das Fülldrahtschweissen. Hier kommt genau wie beim Mig/Mag Schutzgasschweissen ein dünner Draht von einer Spule aus dem Schweissgriff. Man muss nur ansetzen und den Hebel drücken.
Im Gegensatz zum Schutzgasschweissen, wo das Schutzgas den Sauerstoff aus der Schweissstelle fern hält, braucht man hier kein Gas und somit auch keine Gasflasche. Im Draht ist eine Füllung enthalten, die verdampft und somit die gleiche Wirkung hat.
Natürlich ist so ein Schweissgerät nicht vergleichbar mit einem ggf. sehr viel teuren Mig/Mag Schutzgasschweissgerät. Aber es funktioniert. Manchmal hakt es, vor allem der Drahtnachschub. Und es rotzt Schweissperlen nur so in der Gegend rum. An dünnen Blechen lässt sich im Prinzip nur Punkt an Punkt setzen. Bei dickeren Blechen (ab 1,5mm) schaffe ich auch schon mal 10mm ohne abzusetzen. Also schön werden die Schweissstellen nicht, mit Übung lässt sich da aber noch was erreichen. Den Rest erledigt hinterher die Flex. Ich finde, es ist eine pragmatische Lösung. Und es geht viel schneller als löten.
Das abgebildete Schweissgerät und der Automatikschirm sind bei Amazon zu bekommen. Den Draht kaufe ich in Baumarkt. Mit billigem Draht hatte ich schon mal Probleme, und seit dem hole ich halt das teurere Zeugs von Einhell. So eine 400g Spule reicht für einen einfachen Rahmen aus, für den Velocator 2.0 habe ich 1,5 Spulen gebraucht.
Zum Schweissen muss das rahmenteil mit der Masseleitung des Schweissgerätes verbunden werden. Ich habe die mitgelieferte Klemme durch eine Schraubzwinge ersetzt. Das hält viel besser.
Für die Vorbereitung der Schweissstelle gilt: Geringes Spaltmaß, sauber anschleifen. Es ist auch gut, die Blechkanten 45 Grad abzufeilen (anphasen), dort kann das Schweissmittel dann rein fliessen. Man sollte ein bisschen üben und sich die Schweissstellen auch von hinten angucken. Nur oben auf Schweissmittel zu 'kleben' ist nicht optimal, es sollte auch von hinten sichtbar eingeschmolzen sein.
Oft verwende ich Magneten, um die Teile vor dem Verschweissen zu fixieren. Ich habe zwei dicke Neodynmagneten gekauft. Es gibt aber auch Schweissermagneten mit 90 Grad Winkeln. Kostenlose Neodynmagneten finden sich in alten Festplatten.

© Dezember 2015, Wolfgang Bion
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