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Lackieren eines Holz-Bootsgerüstes

Lack entfernen


Zuerst muss der alte Lack runter. Dabei ist vor allem wichtig, dass der abblätternde Lack vollständig entfernt wird. Der Rest muss nicht unbedingt runter. Da der neue Lack aber auch durchsichtig ist, würde man den alten Lack als Farbunterschied erkennen. Also bis zu einem gewissen Grad muss der auch runter. Man erspart sich viel Arbeit, wenn man so viele Beschläge wie möglich entfernt, wenigstens die angeschraubten. Aber bitte die genaue Position markieren, z.B. mit Nummern.

Am einfachsten ist es, den Lack runter zu schaben. Dazu verwende ich eine Dreikantfeile von der Grösse einer Schlüsselfeile, die ich am elektrischen Doppel-Schleifbock scharf schleife. Damit lässt sich der Lack sehr einfach abziehen. Dieser Dreikantschaber muss allerdings sehr oft gründlich nachgeschliffen werden. Eine Flachfeile mit geschärfter Spitze und eine Messerklinge sind auf grösseren Flächen oft nützlich. Zum Schluss muss gründlich geschliffen werden. Dazu verwende ich Karosserieschleifband, das es in Rollen gibt, und als Schleifklotz einen Schleifschwamm.

Neu Lackieren


Meine alten Kleppergerüste habe ich bisher immer mit Klepper-Gerüstlack überlackiert. Die Überlegung dabei war einfach, dass es gut ist, den gleichen Lack zu verwenden, der vorher auch schon drauf war. Dass diese Logik aber zwingend ist, würde ich nicht behaupten wollen.
Jedenfalls kann ich aus Erfahrung sagen, dass sich Klepperlack gut verarbeiten lässt, wenn man ihn stark mit Waschbenzin verdünnt. Dazu habe ich immer eine kleine Menge in ein hohes verschliessbares Glas, z.B. ein Spargelglas, gegeben, und nochmal die halbe Menge davon in Waschbenzin dazu. Warum ein hohes Glas? Ganz einfach: Ich kürze einen Pinsel so, dass er ins Glas mit rein passt. Wenn ich fertig mit Lackieren bin, bleibt der Pinsel im Glas, Pinselreinigung kann ich mir so ersparen.

Den verdünnten Lack kann man nun relativ sorglos aufpinseln, er verläuft zu einer dünnen Schicht. Meist reichen zwei Schichten aus, wenn der alte Lack noch nicht völlig hinüber war. Dann ist das Holz ja noch einigermassen versiegelt gewesen. An den Unterseiten der Bodenleiterleisten sind es eher 3 Schichten. Zwischen den Lackaufträgen eher zwei als nur einen Tag trocknen lassen.

© April 2006, Wolfgang Bion
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