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Aufbau des Hauptrahmens


Das selbstgebogene Hauptrahmenrohr. Zum Biegen habe ich das Rohr mit Sand gefüllt und die Enden mit Holzformteilen verschlossen. Dann habe ich das eine Ende des Rohres auf der Werkbank befestigt (Holzstücke und Schraubzwingen). Gebogen wurde stückweise, indem ich an die jeweilige Biegestelle einen Holzstapel untergelegt habe und dann eine Stelle von ca. 5cm Durchmesser auf der Rohroberseite rotglühend erhitzt habe. Dann lässt es sich mit einiger Kraft ein Stück weit biegen. So habe ich mich in zwei Durchgängen am Rohr entlanggearbeitet und den überstehenden Meter vom Rohr, der anschliessend abgesägt wird, als Hebelarm benutzt.

 


Anreissen der seitlichen Mittellinie. Man sollte eigentlich meinen, dass das genau wird. Aber so hundertprozentig war es dann doch nicht.

 


Aufspannen des Rahmens auf der Werkbank. Und immer wieder messen und ausrichten...
siehe auch: Rahmenbau-Tipps

 


Das untere Querohr wird eingepasst und anschliessend verlötet. Als Klemmhalterung habe ich mir ein Kegelstück aus Stahl gedreht, das mittig ein M6-Gewinde hat. Mit einer Gewindestange und einem Stück durchbohrtem Alu-Flachmaterial wird das Querrohr nun festgespannt.

 


Auf der Drehbank drehe ich die Bohrungen für die Lagerrohre aus: Zuerst aufbohren auf 8mm, 15mm und 20mm, dann mit der Ausdrehvorrichtung auf die endgültigen 22mm. Das Rahmenrohr wird dabei mit einer Aufspannvorrichtung gehalten, die ich mir aus Aluwinkeln und Schlauchschellen gebaut habe.
Diese maschinelle Vorgehensweise ist ziemlich zeitaufwändig. Ich wollte es mal ausprobieren. Bisher habe ich ja immer die Löcher ausgefeilt, das geht vielleicht sogar schneller, besonders wenn man die Zeit für die Hilfsmittel-Herstellung mitrechnet. Aber das Ergebnis ist einfach viel genauer.

 


Die Rahmenbaulehre aus zwei Spanplatten spannt das alles gerade zusammen. So lässt es sich gut verlöten. Die Lagerrohre werden von passend gedrehten Wellenstücken mit M8-Innengewinde auf den Gewindestangen gehalten und ausgerichtet.

 


Dies ist schon die zweite Version des Schwingenlagers, die erste sah nicht gut aus. Hier löte ich zwei Blechaugen aus 3mm Blech an den Hauptrahmen. Zuerst werden Schablonen aus Pappe gemacht. Um so genauer das wird, um so weniger Arbeit hat man nachher am Blech.

 


Das Schwingenlager habe ich in gewohnter Manier aus 22x2er Rohr (später ersetzt durch 20x1er) und Glycodurbuchsen gemacht. Siehe auch: Federung
Das Schwingenlager steht um 3,5° schräg zum Rahmen, dadurch schwenkt das Hinterrad beim Falten etwas seitlich weg. So wird das Schaltwerk geschützt und das Vorderrad hat neben dem Hinterrad Platz.
An die Blechaugen habe ich noch innen und aussen Unterlegscheiben direkt angelötet, da wo das Lagerrohr angeschraubt ist. Dadurch spare ich mir später bei der Montage viel Gefummel und Lackschäden werden vermieden.
Die Blechaugen sind mit viel Messinglot angelötet. In die Innenecke habe ich eine fette Kehlnaht gelegt. Dadurch wird das stabiler gegen Seitenkräfte. Insgesamt macht die Konstruktion einen sehr stabilen Eindruck und dank der Rahmenbaulehre (die zwei Spanplatten) ist es auch millimetergenau geworden.

 


Um das Steuerkopfrohr einzupassen habe ich eine alte Gabel eingesetzt. Dazu musste ich zuerst mal die Gabelvorbiegung ermitteln. Hier war die Drehmaschine eine gute Hilfe: Gabel mit dem Gabelschaft ins Futter einspannen und die Höhe der Ausfallenden über dem Maschinenbett messen. Die Durchbiegung ist dann Spitzenhöhe Minus gemessener Wert. So konnte ich dann die Position der Gewindestange ermitteln, an die die Gabel angeschraubt ist.

 


Es ist alles ziemlich gerade geworden. Unten habe ich auf der Vorderseite noch ein Verstärkungsblech angelötet. Hier war der Rohrdurchbruch nicht so genau geworden.

 

Weiter: Die Hinterrad-Schwinge

 


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