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Verkleidungs-Grundgerüste

So, jetzt gehts los. Dieser Abschnitt wird etwas länger dauern. Die Verkleidung soll wieder aus Schaummatte entstehen. Bei der Verarbeitung will ich mir viel Zeit lassen und alles besonders haltbar machen.


Für die Vorderrad-Verkleidungen habe ich einen Rahmen aus Alu-Flachband 25x2,5mm angefertigt. Er ist vorne und hinten an den vorhandenen Streben angeschraubt und seitlich nach innen abgestützt. Die Abstützung ist an den Aluplatten der Lenkung angeschraubt. Das hat sich eher zufällig ergeben.


Auch am Hinterrad ist ein solcher Rahmen montiert. Hier sind gut 6cm Federweg möglich. Um die zu erreichen brauche ich aber mal weichere, dehnfähigere Federgummis.


Der neue Verkleidungsrahmen ist nun fertig.

Der hintere Rahmen bildet die Oberkante der zukünftigen Heckverkleidung. Diese reicht bis unter den Sitz. Das ergibt schonmal einen grossen Gepäckraum.

Die Frontverkleidung geht von vorne bis ganz hinten-oben durch und liegt also auf dem Rahmen auf. An der breitesten Stelle ist der Rahmen 65cm breit. Das bietet genug Platz im künftigen Innenraum, jedenfalls einem Schmalhemd wie mir :-)


So ist der Rahmen aufgebaut: In die Kunststoffrohre (ganz oben) werden die Kohlerohre gesteckt. Diese sind von einem alten Zelt geklaut (naja, jetzt ist es alt :-) und gucken an beiden Enden der Rohre noch raus. Auf die Rohrenden wird je ein Haltebügel aus Stahlrohr (mitte) gesteckt. Verbunden wird das mit dem U-förmigen Stahlrohrbügel. Die Kohlerohre stecken dabei innerhalb der Stahlrohrbügel und geben dem ganzen Stabilität.


Hinter dem Sitz ist noch mal ein Querrohr angebracht. Es hat auf beiden Enden jeweils ein Rohrstück angelötet, wo das Kohlerohr durchgeht. Die Kunststoffrohre sind die gleichen, wie ich sie schon für das Jive verwendet habe. Das Rohr ist ein Kabelleerrohr, wie es normalerweise in Beton mit eingegossen wird. Es ist sehr zäh, steif, aber leicht (100g / Meter) und billig (damals DM23,- / 25m-Rolle). Erhältlich im Baumarkt.

Als Überzug haben die Kunststoffrohre zwei Aufgaben: Zum einen schützen sie die Kohlerohre vor Beschädigungen, zum anderen schützen sie mich vor Verletzungen, wenn mal ein Kohlerohr bricht. Die Bruchkanten sind nämlich messerscharf!

Die Schaumstoffrohre sind notwendig, weil ich mit dem Nacken schonmal bis hier heran komme.


Hinten wird alles von einem Alu-Vierkantrohr gehalten. Es ist an dem ursprünglich für die Rücklichtmontage vorgesehenen Blech angeschraubt. Das Rücklicht ist mit einem Extra-Blech befestigt. Es gab keine andere Möglichkeit, die Schraubenmutter des Rücklichtes festzuziehen. Es ist aber auch eine gute Sache, das Blech gibt federnd etwas nach, wenn mal eine Wand gegen das Rücklicht stösst. Das spart Rücklichter :-)


Dies ist die vordere Verkleidungshalterung. Es handelt sich um einen Schnappverschluss, der ein in den Verkleidungsbug integriertes Roht 12x1 aufnimmt. (Hier durch das Alurohr angedeutet).

Der äussere Rahmen ist ein durchgehendes U, der Kipphebel ebenfalls. Zwei kleine L-förmige Stücke bilden die obere Begrenzung für das Rohr.

Die Konstruktion ist bewusst einfach gehalten. Wie bei der Leitra ist die Halterung als 'Sollbruchstelle' bei einem Crash gedacht. Die Leitra-Halterung (siehe nächstes Bild) ist jedoch ein relativ aufwendiges Teil. Ich habe mir gedacht, es wäre doch gut, wenn man das auch unterwegs ersetzen könnte. So braucht man eine mehrtägige Tour nicht wegen so einem Einzelteil abzubrechen, wenn sonst nichts kaputt ist.

Das Material, Aluflachband 30x3 bekommt man auch unterwegs im Baumarkt. Und bestimmt findet man auch jemanden, der eine Säge und einen Bohrer hat. Ein Schraubstock wäre auch noch praktisch, das ist dann aber schon alles.

Die verwendeten Blindnieten will ich noch durch M4-Schrauben ersetzen, die kann man dann auch wiederverwenden.

Da meine Verkleidung nicht so viel wiegen wird, dürfte diese recht filigrane Konstruktion stabil genug sein. Das wird sich zeigen. Der Schnapphebel wird von einem Gummiband zurückgezogen, hier noch provisorisch durch ein Spanngummi angedeutet.


Das gleiche Teil bei der Leitra, nur mit grösserem Aufwand gefertigt.


Der Schnappverschluss einmal offen und geschlossen. Die Halteschrauben sind mit M10 reichlich überdimensioniert. M6 hätte es auch getan. An der Drehverbindung zwischen dem Kipphebel und dem Aussenrahmen ist eine Unterlegscheibe untergelegt, damit es sich leichter dreht. Der Kipphebel schlägt oben gegen die L-förmigen Stücke an. Man muss das alles so zusammensetzen, dass das Rohr mit wenig Spiel festgehalten wird.

Diese Halterung ist nicht dafür gedacht, Drehkräfte (um die Längsachse) aufzunehmen. Diese müssen weiter hinten vom Hauptrahmen aufgenommen werden. Dazu wird die Verkleidung über den Heckverkleidungsträger gestülpt.


© April 2002, Wolfgang Bion
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