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Radverkleidungen

Für die Radverkleidungen hatte ich das Glück, sehr feste, nur 4mm dicke Schaummatte zu bekommen. Optimales Zeug, das nehme ich auch für die Heckverkleidung.

Beachtet auch die Hinweise zum Verkleidungsbau in meinem Designkapitel unter Verkleidungsdesign .


Auf die schon vorhandenen Alu-Schienen werden diese 8cm breiten Streifen aufgesetzt und mit Klettbandstücken gehalten. Die Oberseite ist hier bereits angeschliffen, sie wird anschliessend satt mit Pattex eingespachtelt. Die beidseitig über den Alustreifenrand überstehenden Ränder werden dann keilförmig angeschnitten. Daran werden dann die Seitenteile angesetzt.


Die Oberkante habe ich auf diese Weise dreiecksförmig verklebt. Das wird dann vor der Oberflächenbehandlung schön verschliffen. Die Dreiecke sorgen für eine schön runde Form. Eine gerade Stosskante mittig hätte sich nur aufgebogen, so hat das mehr Halt.

Es ist übrigens wichtig, immer eine scharfe Messerklinge zu verwenden. Diese Abbrechklingen sind da optimal geeignet. Ich habe für die gesamte Verkleidung schon 5-6 Stück verbraucht, die werden auch mal stumpf, selbst bei so weichem Schaumzeugs...


Der Blick nach innen. Hier sieht man, wie die Seitenteile mit den Mittelstreifen verklebt sind. Das Seitenteil der Aussenseite ist zusätzlich von innen mit einer weiteren Lage 8cm breit verstärkt.


So sieht das dann fertig aus. Wenn man sich jetzt noch eine lackierte Oberfläche dazudenkt ist das von einem GFK-Teil fast nicht zu unterscheiden.


Auf die gleiche Weise ist die Verkleidung des Hinterrades entstanden. Unterhalb des Dynamos habe ich noch ein Extrastück mit Kabelbindern an den V-Brake-Schenkeln befestigt.

Heckverkleidung

Jetzt gehts an den Aufbau der Heckverkleidung. Diese besteht aus zwei Hälften, ähnlich Fahrrad-Packtaschen, nur ganz anders :-) Jedenfalls dienen sie auch dem Gepäcktransport.


Die inneren Seitenteile waren noch einfach herzustellen. Die Form habe ich direkt vom Rahmen abgenommen. Mit den gelochten Alubändern wird das festgebunden. Die Gurte werden später in den Verkleidungshälften verklebt, zur zusätzlichen Verstärkung.


Jetzt isses angebunden. Der nächste Schritt war sehr schwierig: Die äusseren Seitenteile mussten zugeschnitten werden. Das war ein Gefummele, bis ich die richtig hingeschnibbelt hatte! Aber es ist gelungen. Auch hier habe ich gelochte Alubänder zur Befestigung verwendet. Die untere und hintere Kante ist mit einem 8cm breiten Saum geklebt.


Hier sieht man die breiten Säume, bevor ich sie innen an die inneren Seitenteile geklebt habe.


Uups, schon fertig.


Oberhalb der Lampe sind die beiden Hälften zusammengebunden, auch hier mit Alu-Lochbändern verstärkt. So kann die Verkleidung nicht nach vorne rutschen.

Unterhalb der Lampe ist noch ein Pedalriemen mit Verschluss eingesetzt, der zieht die beiden Hälften hier noch mal zusammen.

Der untere Teil ist durch die breiten Säume sehr formstabil. War gar nicht so einfach, das einigermassen gleichmässig und gerade zusammenzukleben, es gab nur einen Versuch...


Die Verkleidungshälften sind vorne bis unter den Sitz geführt und festgebunden, siehe Pfeil.

 
Tja, hier das Endergebnis. Ob das einen Schönheitswettbewerb gewinnt, weiss ich auch nicht...


...aber eine grosse Werbefläche hätte ich demnächst anzubieten ;-)

Vielleicht kann ich mit der Lackierung noch was rausholen. Grundfarbe soll Rot werden, im unteren Bereich mit schwarzen Flächen kombiniert. Dadurch unterteilt sich dann die riesige Seitenfläche des Hecks noch optisch. Ich streiche den ganzen Bereich unterhalb Höhe Rücklicht am Heck schwarz.

Die Lücke über den Rädern wird noch mit einem schwarzen Spritztuch geschlossen. Das hat den Vorteil, dass ich es Zwecks besserer Luftzufuhr auch mal hochbinden kann. Das passt dann auch optisch zur schwarzen Lackierung.

Jedenfalls ist die Verkleidung funktional gesehen optimal. Ich hab sofort eine Probefahrt gemacht. Am Rhein entlang war vor ein paar Tagen Hochwasser, die Wege liegen noch voll Holz, sehr rumpelig. Da bin ich drüber so schnell es ging, schliesslich will ich ja alles auf Haltbarkeit testen. War das ein Geschüttele und Gerüttele, aber es hat alles gehalten. (Sowas hab ich schon öfters mit dem armen Swift gemacht :-)

Ich glaube, ich bilde mir nicht nur ein, dass die Verkleidung jetzt mit Heck aerodynamisch wesentlich besser ist. Meine Geschwindigkeiten haben sich jedenfalls um einige km/h verbessert, ohne zusätzliche Anstrengung. Durch die offenen Seitenfenster zieht auch nicht sehr viel Luft rein, das könnte bedeuten, dass die Aerodynamik auch ohne Seitenfenster schon ziemlich gut ist.

Die Verkleidung überträgt ungeahnte und unbekannte Geräusche vom Kettenantrieb ans Ohr. Tja, man gewöhnt sich an alles, die Kette lief jedenfalls richtig.

 
Die Form der Heckhaube liess sich noch verbessern. Dazu habe ich sie mit Klebestreifen fixiert und ziemlich lange mit einem Heissluftfön erwärmt. Die dicke Matte wird nämlich gar nicht so einfach durchgehend warm. Das habe ich dann über Nacht so fixiert abkühlen lassen. Und siehe da, es hält die Form.

Frühere Versuche, die Matte einfach so von Hand mit dem Heissluftfön zu verformen waren nicht erfolgreich.


© Mai 2002, Wolfgang Bion
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