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Defekte, Reparaturen und Änderungen

Hier sammele ich alle aufgetretenen Defekte, die auf Konstruktionsschwächen beruhen. Sowas kommt vor bei einer so völlig ungewöhnlichen Konstruktion. Auch spätere Konstruktionsänderungen und Verbesserungen sollen hier wiedergegeben werden. Allzu viel wird hier aber (hoffentlich) nicht zu berichten sein.

Kilometerstand ca. 250km, Bauzustand: Bis auf Oberflächenbehandlung fertige Verkleidung.

Achsschenkel
Dies sind die Achsschenkel mit den Radverkleidungsträgern aus 12x1er Rohr, wie ich sie zuletzt gebaut habe. Der Radverkleidungsträger auf der linken Seite ist abgebrochen. Ausschlaggebend dafür dürfte sein, dass ich zur Demonstration mehrmals die Radverkleidung abgenommen habe. Die sitzt sehr stramm und beim wiederaufsetzten hats wohl mal geknakst.

Darüberhinaus gehören die Radverkleidungsträger zur ungefederten Masse des Rahmens. Ein gefedertes Rad ist sehr starken Schwingungsbelastungen ausgesetzt, diese werden auch auf die Radverkleidungsträger übertragen. Zusammen mit dem Gewicht der Radverkleidungen ergibt das eine grosse Belastung für die schmalen Lötstellen, die die Radverkleidungsträger halten. Das ist also eine klare Schwachstelle.


Ich hatte keine Lust, den Radverkleidungsträger einfach wieder anzulöten. Dazu hätte ich jede Menge Schrauben loslösen müssen und alles auseinandernehmen. Ausserdem besteht die Schwachstelle dann weiter.

Also habe ich eine Lösung gesucht, bei der ich die Radverkleidungsträger an den Achsschenkeln anschrauben kann.


Hier ist die Lösung: Die Radverkleidungsträger werden mit Blechen gehalten und mit den Achsschrauben verschraubt. Ich hoffe, dass die 2mm starken Bleche den Belastungen auf Dauer standhalten. Die oberen Ösen nehmen die mittlere Abstützung des Alu-Rahmens auf, die bisher an den Achsschenkelblechen angeschraubt waren:



Die sehr geschwungene Form vergrössert den Radeinschlagwinkel. Bei den alten Radverkleidungsträgern ist nämlich immer die Lenkhebel-Befestigungsschraube angeschlagen und hat den Einschlagwinkel eingeschränkt (siehe Pfeile).

Also habe ich nun mehrere Verbesserungen erreicht:
Die Radverkleidungsträger sind stabiler befestigt und lassen sich einfacher reparieren oder austauschen, falls z.B. die Bleche doch zu schwach sind. Sie können auch einzeln oder zusammen mit den Rädern komplett abgeschraubt werden, stören also nicht bei Reifentausch oder anderen Wartungsarbeiten. Die mittlere Abstützung der beiden Alu-Rahmen liegen nicht mehr über der Achsmutter, diese ist nun besser zu erreichen. Und zuguterletzt ist der Radeinschlagwinkel auch noch grösser. Der Aufwand hat sich also gelohnt.

Kilometerstand ca. 500km, Bauzustand: Bis auf Oberflächenbehandlung fertige Verkleidung.

Diesmal ist der rechte Radverkleidungsträger gebrochen. Meine Hoffnung, dass die 2mm starken Bleche den Belastungen auf Dauer standhalten, hat sich nicht erfüllt, genau hier ist es gebrochen. Ich bin nun innerhalb einer Woche weitere 250km gefahren und muss schon wieder reparieren.

Ich werde es erst mal mit einem zusätzlich aufgelöteten Blech wieder verbinden und gleichzeitig verstärken, eine bessere Lösung fällt mir bisher nicht ein.

Alle übrigen Rahmenteile halten bisher einwandfrei. Das ist schonmal ein gutes Ergebnis. Nur die starken Erschütterungen an den Radverkleidungsträgern sind wirklich kritisch.

Es gäbe zwei theoretische Möglichkeiten, das Problem zu lösen: Stabiler machen, indem ich die Radverkleidungsträger auch auf der Aussenseite an der Radachse befestige. Oder die Radverkleidungsträger elastisch an Gummi-Dämpferelementen aufhängen, wobei dazu eine grosse Befestigungsfläche gebraucht wird.


© Mai 2002, Wolfgang Bion
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