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Mein Eigenbau-Zelt "UMME"!

Dieses Zelt habe ich UMME genannt, weil es sozusagen 'für umme' war. Das ist Kölner Dialekt und heisst 'für umsonst'. Ich habe es nämlich aus Restmaterial gebaut, das sich bei mir angesammelt hatte und einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden sollte.


Hier beim Probecamping am Rhein :-)

Das Zelt wiegt mit Aufstellstange und 20 Aluheringen knapp 3 kg. Es hat eine Grundfläche von 2,40x2,40m innen, das reicht auch mal für 4 Personen zum Übernachten. Oder für 1-2 Personen und Campingstühle. :-)

Die Mittelhöhe ist 1,70m, ich kann mich gebückt darin bewegen und brauche nicht am Boden kriechen. Die Seitenwände sind 50cm hoch.

Das Design ist einem Foto eines 'Alaskan Tent' entnommen, das ich hier gesehen habe.

Ein Zelt brauche ich gelegentlich für Campingplatzaufenthalte, z.B. bei Forentreffen, Liegeradveranstaltungen, Faltboottreffen usw. Da ist mir ein blickdichter Raum schon lieber als ein offenes Tarp. Es ist keine Alternative zu einem gewöhnlichen Zelt, das mit Innenzelt und Boden insektendicht ist und komfortorientiert designed ist, für den der sowas braucht. Es ist eine campingplatztaugliche Alternative zum Tarp, -mehr nicht!


Das Zeltdach besteht aus meinem ehemaligen Zweittarp, das im Sturm zerrissen ist. Da hatte ich auf einmal unverhofft viel Bastelmaterial. Der Verlust des gerade neuen Tarps war aber auch nicht so toll.

Ich habe mich nach der Grösse des vorhandenen Materials gerichtet und konnte vier Rechtecke von 1,75mx1,30m gewinnen, die ich jeweils nochmal diagonal geteilt habe. Aus diesen 8 Stücken habe ich dann die vier Dachseiten zu 1,70m Mittelhöhe und 2,45m Basisbreite zusammengesetzt. Die einzige Skizze, die ich jemals dazu gemacht habe war im Massstab 1:100, also keine 3cm gross...

Die Zeltspitze ist mit Gurten verstärkt, von innen mit einem Stück PVC-Gewebeplane verschlossen und von aussen mit einem Stück Dachmaterial abgedeckt. Ausserdem ist hier noch eine grosse Lüftungsöffnung eingebaut, die mit Moskitonetz verschlossen ist.


Die Abspannungsschnüre greifen an Gurtschlaufen an, die von innen an das Dach genäht sind und auch innen eine Schlaufe bilden. So kann ich auch von innen was befestigen, z.B. eine Schlafkabine oder die hochgezogenen Seiten einer Bodenplane.

Die Zeltwände bestehen aus Zeltplane aus ehemaligen Beständen des österreichischen Heeres. Sie bestehen aus beschichtetem Nylon und ich habe sie mal billig bei Gelegenheit bekommen. Seit dem lagen sie rum und mussten auch mal weg. Die Form der Unterkante ist mehr zufällig aus der vorhandenen Unterlante entstanden. Sie schliesst schön am Boden an und lenkt den Wind weg. Im Winter könnte man hier Schnee drauf schaufeln. Bisher war ich aber noch nie im Winter auf Camping... :-)

Eher schon im Sommer. Und wenn es dann zu warm ist, können die Wände auch vom Boden gelöst und hochgerollt werden. Und schon verwandelt sich das Zelt in ein offenes Tarp.


Die Tür ist aus dem gleichen Material. Sie wird seitlich mit Knebeln verschlossen, kann hochgerollt und fixiert werden oder mit Stöcken und Schnüren abgespannt werden um eine Apside zu bilden.

Da das Zelt keinen Boden hat ist es nicht nur relativ leicht, ich kann auch bei schlechtem Wetter darin kochen. Dabei würde ich die Türe unten ein Stück offen lassen (es darf ja ruhig ein bisschen reinregnen), und den Kocher unter die Öffnung stellen.

Mir gefällt, dass der Wandbereich unterhalb der Tür immer verschlossen ist. Dadurch macht das Zelt einen stabilen, geschlossenen Eindruck und es rennen einem keine Hunde oder Kinder die Bude ein.

© August 2005, Wolfgang Bion
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