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Jack Wolfskin Diamond Tarp

Ich brauchte einen Ersatz für mein Eigenbau-Zelt Umme, und hatte vor der geplanten Tour keine Zeit mehr, selbst was zu nähen. Daher habe ich mich nach einer Kauflösung umgesehen, die dem Umme ähnlich ist. Entschieden habe ich mich für das Diamond Tarp.

Die vom Hersteller angegebenen Daten sahen gut aus: Knapp 3,5kg Gewicht, 700g könne man sparen, wenn man die Bodenplane nicht mitnimmt. Leider, wie so oft, war die Realität anders. Schon ohne Bodenplane kommt mein Zelt auf 3,5kg. Für den vorgesehenen Einsatzzweck ist das verschmerzbar.
Das Zelt liess ich mir im Fachhandel vorführen, es wurde extra aufgebaut. Dabei konnte ich schon sehen, dass die Grösse und Form für mich perfekt ist. Es ist grösser als Umme und hat auch bessere Stehhöhe. Die Bodenplane hätte ich sowieso nicht im Eingangsbereich ausgelegt, da es hier ja auch reinregnet, wenn man den Eingang nicht ganz schliesst. Gerade bei Regen ist Lüften aber wichtig, sonst tropft bald Kondenswasser von der regenkühlen Zeltwand. Also bleibt die Tür ein gutes Stück offen. Dafür lässt sich aber das sehr feinmaschige Moskitonetz ganz schliessen. So bleiben auch schwedische Knots draussen. Unter dem Eingang kann man bequem einen sicheren Kocher aufstellen. Dazu verwende ich meinen Trangia, der steht sicher. So lässt sich auch im Regen geschützt und mückenfrei ein gemütlicher Abend verbringen.
Weitere Lüftungsmöglichkeiten sind gegeben, drei in der Zeltspitze, vier in Bodennähe. Alle ebenfalls mit dem gleichen feinmaschigen Moskitonetz gesichert. Bei diesem einwandigen Zelt ist Kondensvermeidung besonders wichtig. Ein saugfähiger Lappen sollte aber morgens griffbereit sein. Damit wische ich beim Aufstehen innen gleich mal das Gröbste ab, bevor ich es am Rücken kleben habe. So war das bisher immer beim Umme, hier wird es nicht anders sein.
Ohne Innenzelt ist es natürlich auch zugiger. Man sollte sich bei der Schlafsackwahl darauf einstellen.
Was mir schon im Laden auffiel, es fehlten mir ein paar Schlaufen. Ich habe an allen acht Abspannpunkten in mittlerer Höhe, innen noch jeweils eine Schlaufe gegengenäht. Durch die äusseren Abspannleinen sind hier einigermaßen stabile Punkte gegeben, wo man eine kurze Wäscheleine anbinden kann, oder eine dünne Stoffbahn über der Schlafecke einhängen könnte. Ausserdem habe ich mitten auf die 'Tür' auch noch innen und aussen eine Schlaufe aufgenäht. So kann man die Tür halb geschlossen fixieren und mit einer zusätzlichen Leine nach aussen abspannen. Man sieht das auf dem Foto oben.
Die ewig langen Reissverschlüsse sind nervig. Vor allem auch die in Abständen angebrachten Klettverschlüsse halten auf. Der untere Reissverschluss ist zwei Meter lang, und bei der Bedienung muss man sich schon tief bücken und versuchen, der evtl. nassen Zeltwand fern zu bleiben. Und für das Mückennetz ist alles doppelt vorhanden. Ich hätte wie bei Umme die untere Kante in knapper Kniehöhe angebracht. Das reduziert die Reissverschlusslänge und die Bückarbeit.

© April 2013, Wolfgang Bion
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