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Eine neue Umlenkrolle für das Jive!

Die neue Rolle ist etwas grösser als die alte. Die Kette läuft auf einem Ritzel mit 24 Zähnen und die Rolle hat zwei Kugellager statt nur einem, wie es bei der Zox-Rolle war.

Durch das zweite Kugellager muss die Rolle etwas breiter sein als die alte. Diese Verbreiterung ist aber nur auf der Rahmenseite, nach rechts ist sie genauso breit wie vorher.
Diese Rolle ist erst der Prototyp. Eine Beschreibung von der Herstellung ist hier zu finden!

An meinem und Hannos Jive haben wir den Original-Rollenzapfen vom Zox angeschweisst. Der Absatz mit dem 10mm-Durchmesser ist für die neue Rolle zu kurz, er war ja für ein einzelnes Kugellager ausgelegt. Mit dem oben abgebildeten Werkzeug, das ich mir ausgedacht habe, konnte ich den Absatz ausdrehen.
Achtung: Das ist echtes human powered Umfangsdrehen!
Das Werkzeug besteht aus einem Stück Flachstahl mit einer Bohrung von 10mm Durchmesser. Direkt neben der Bohrung ist eine zweite Bohrung von 6mm, in der ein abgeschliffener Zentrierbohrer steckt. Der erfüllt die Aufgabe des Drehstahls und wird durch eine Madenschraube seitlich gehalten.

Das Werkzeug wird auf den Rollenzapfen aufgesteckt. Mit einer zentralen Schraube, die sonst die Rolle hält, wird der 'Drehstahl' 'zugestellt'. Mit einer Hand dreht man also die Schraube immer schön locker weiter rein, während man mit der anderen Hand (und einer Rohrzange) das Werkzeug gegen die Uhr um den Zapfen dreht. Dabei wird ein Span abgehoben. Wenn man genau hinsieht, ist ein kleines Stück Span auf dem Foto oben zu erkennen. Tatsächlich war das Ergebnis hinterher sehr gut. Ich habe den Zapfen werder nachfeilen noch sonstwie nachbearbeiten müssen. Das neu 'abgedrehte' Stück ist genau so gut wie der ursprünglich vorhandene Zapfen.

Der Zentrierbohrer ist so ausgerichtet, dass er mit einem vernünftigen Schneidwinkel (rot eingezeichnet) schneidet. Die Drehrichtung ist mit dem blauen Pfeil angedeutet.
Leider hat der Zox-Rollenzapfen keinen genauen Durchmesser, er beträgt nur ca. 9,7mm. (Das gilt zumindest für das Exemplar an meinem Jive, andere habe ich nicht nachgemessen.) Dadurch hat die Zox-Rolle stark auf dem Zapfen gekippelt. Nachdem ich den Zapfen mit dem Werkzeug verlängert hatte, war der Durchmesser natürlich immer noch der gleiche. Dadurch, dass aber nun zwei Kugellager auf dem Zapfen sitzen, kippelt es viel weniger.
Bei den Jives 003 und 004 dient eine 10er Schraube, durch ein passendes Rohr gesteckt, als Lagerzapfen. Bei dieser guten Lösung hat man keine Probelme mit der Umrüstung.

Da noch mehr Jives auf eine erste oder zweite Rolle warten, mache ich eine kleine Serie. Ich verwende 24er und 28er Kettenritzel.

Diese werden dann zu Ringen verarbeitet. Das ist nicht so einfach mit der Drehmaschine zu machen. So dünne Scheiben lassen sich nicht richtig spannen. Nach einigem Ausprobieren habe ich herausgefunden, dass es am schnellsten geht, wenn ich mit Handsäge und Feile vorarbeite. Auf der Drehmaschine wird dann nur noch ein letzter dünner Span abgenommen.

Hier die fertige Rolle von drei Seiten abgelichtet. Diese ist für Karstens Jive 004.
Die Kugellager sind eingepresst. Der Platz zwischen den beiden Lagern, ca. 1,7mm, ist mit einem Ring aus Rohr 12x1 ausgefüllt. Dadurch kann Karsten den Aufnahmebolzen fest anziehen, ohne dass die Lager klemmen. Das Ritzel ist ebenfalls fest aufgepresst. Lager und Ritzel sind zusammen an einem Polyamidkörper befestigt. Die Polyamidscheibe auf der anderen Seite dient nur der zusätzlichen Abstützung, bildet die Kettenabdeckung und ist mit drei Schrauben befestigt.

 


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