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Klepper Slalom 55

Nach der Taufe im Rheinwasser: Die Hülle ist dicht!

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Die Haut ist insgesamt nicht perfekt geworden, es ist ja auch erst meine Zweite. Das hier beschriebene Klebeverfahren ist zeitaufwendig. Mir drängt sich so langsam die Erkenntnis auf, dass Nähen doch Vorteile hat, wenn das Oberdeck nicht auch aus PVC besteht. Die notwendigen Voraussetzungen zum Nähen ganzer Faltboothäute muss ich mir aber erst schaffen.

Das Planenamterial für die Bootshaut habe ich von Delphin Boote Deutschland bekommen.
Es ist sehr robust, dafür aber auch nicht ganz leicht. Die Firma Delphin Boote lässt es sich nach eigenen Vorgaben extra herstellen. Zu den Vorgaben gehört, dass es in Längsrichtung gut dehnbar ist, in Querrichtung jedoch nicht. Das macht die Verarbeitung leichter.
Zusammen mit dem Hautmaterial habe ich zahlreiche wertvolle Tipps bekommen. So viel Hilfsbereitschaft ist selten und ich möchte mich an dieser Stelle noch mal herzlich bedanken!


In diese Brettchen greifen die Steven ein. Der Abstand zwischen Bug und Heck entspricht in einer ersten Näherung der Bootslänge. Nachher konnte ich sogar noch um 3cm verkürzen.

Das Gerüst wird dann in diese 'Haut' hinein aufgebaut. Wie man hier sieht, ist seitlich noch alles sehr schlaff, während es am Kiel schon genug Spannung hat. Nachdem ich um 3cm verkürzt hatte, passte es schon besser.

Wie zuvor beim Verdeck wird nun alles verschnürt.

Sieht doch schon ganz ordentlich aus. Nur an den Steven muss noch nachgearbeitet werden.

Ich schneide eine Seite genau auf Steven-Mitte auf. Diese Seite kommt beim Verkleben nach aussen.

Die andere Seite wird mit 2cm Übermass zugeschnitten.

Dann wird das verklebt. Zur Abdichtung kommen da noch Stevenkappen und Abdeckstreifen drüber:

Die Form der Stevenkappen habe ich von der alten Haut abgenommen. Übrigens hätte ich sie auch weglassen können. Rein funktional betrachtet waren sie nicht nötig. Es sollte nur vorbildgetreu aussehen.

Die verklebten Stevenkappen.

Ein Abdeckstreifen dichtet das ganze dann ab. Jetzt kann die Hülle wieder abgenommen werden.

Von innen kommt eine Verstärkung da hin, wo der Steven am stärksten gegendrückt.

Das Oberdeck wird auf das Gerüst gespannt und die PVC-Streifen mit Kleber bestrichen. Auch an der Hülle wird innen die Klebestelle mit Kleber bestrichen. Das muss jetzt gut abtrocknen, bevor die Hülle wieder auf das Gestell aufgezogen wird. Dabei musste ich das Gestell teilweise demontieren, um es in die Haut zu spannen.

Ist alles ausgerichtet wird mit dem Heissluftfön und der Andruckrolle die Klebung zusammengefügt. Später habe ich die Klebung noch einmal nachgerollt, als ich die Hülle auf dem Tisch liegen hatte. Dabei habe ich auch die Kanten zwischen Oberdeck und Hülle beschnitten.

Der vordere Beschlag ist leider zu weit nach vorne geraten und musste entfernt werden. Beim nächsten mal markiere ich mir lieber die Spantenpositionen auf dem Deckstoff, um das besser ausrichten zu können. Die Steven werden nun zuende bearbeitet. Zunächst die Seiten nach oben schliessen. Dann den Abdeckstreifen drüber kleben.

Eine Abdeckung kommt auch noch drüber.

Und zum Abschluss noch ein Abdeckstreifen. Das entspricht dem, was ich an der alten Haut gesehen habe.

Ein spannender Moment ist die erste Demontage: Klebt das Gerüst an der Haut fest? -Es ist alles gut gegangen.

Teilweise auf links gedreht lassen sich die Stoffüberstände und Schnüre leicht rausschneiden. Ich habe dann die Innenseite mit Silikonspray besprüht, damit das Gerüst leichter in die Haut und raus flutscht.

Na also, sitzt doch gar nicht mal so schlecht! Wer Schönheitsfehler findet, darf sie behalten. Die Fehler natürlich, nicht die Haut :-)

 

© Mai 2006, Wolfgang Bion
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